RUHRGESTEIN

Zechenkultur zum Mitnehmen!

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Gewusst: Die Bergmannsuniform und ihre 29 Knöpfe

Die Bergmannsuniform im eigentlichen Sinne wurde im 17. Jahrhundert in deutschen Bergbaugebieten eingeführt. Sie hat sich aus den Erfordernissen der bergmännischen schweren Arbeit entwickelt. Dabei symbolisieren alle Uniformelemente bestimmte historische Arbeitstätigkeiten bzw. Arbeitsabläufe im Bergwerk.
Im 19. Jahrhundert setzte sich in Preußen schließlich die damals schon in Schlesien übliche schwarze Uniform durch, die später die Grundlage aller bekannten Bergmannsuniformen lieferte. Zu ihren Attributen gehören u. a. ein Schachthut, ein Federbusch, schwarze Fransen an den Ärmeln sowie 29 goldene Knöpfe und das Bergleder – auch Gesäß- oder Rutschleder (im Volksmund auch “Arschleder” genannt).

Interessant sind die genau 29 goldenen Knöpfe verziert mit Schlägel und Eisen (auch als Hammer und Eisen bezeichnet) von denen drei traditionell immer geöffnet bleiben: Das Gold der Knöpfe symbolisiert das Licht der Sonne. Die Anzahl symbolisiert die Lebensjahre der heiligen Barbara*, wovon sie drei Jahre in Kerkerhaft verbringen musste, bevor sie von ihrem eigenen Vater enthauptet wurde.

Glückauf!

* Vgl. auch Bericht „Barbaratag am 4. Dezember“.

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Gewusst: Barbaratag am 4. Dezember

Was genau ist der Barbaratag? Ruhrgestein hat dazu ein paar Informationen zusammengetragen:

  • Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute. Ihr Gedenktag, der im Volksmund auch Barbaratag genannt wird, ist der 4. Dezember.
  • In vielen (auch ehemaligen) Bergbauorten findet am Barbaratag oder am Sonntag nach dem Barbaratag ein bergmännischer Umzug statt.
  • Schneidet man am Barbaratag Zweige von einem Kirschbaum oder Apfelbaum ab und stellt diese in Wasser, so blühen diese Zweige (Barbarazweige) zum Heiligen Abend.

Ruhrgestein wünscht allen Knappenvereinen eine schöne Barbarafeier.

Glückauf!

Anbei noch einmal der Link zu unseren Walsumer Kumpel, die ihre Barbarafeier dieses Jahr auf den 5. Dezember terminiert haben: http://knappenvereinwalsum.de

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Gewusst: Glück auf, der Steiger kommt

“Glück auf, der Steiger kommt” (auch bekannt als das “Steigerlied”) ist ein altes Bergmannslied, das noch heute in fast allen Bergbauregionen Deutschlands anzutreffen ist. Für Bergleute und Freunde der Zechenkultur hat es regelrecht Hymnencharakter und ist daher ein fester Bestandteil aller Bergparaden im Erzgebirge und Ruhrgebiet. Zu hören ist das Steigerlied insbesondere bei Heimspielen des FC Schalke 04, von Rot-Weiss Essen und des FC Erzgebirge Aue.

Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt.
Und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
schon angezündt’

Schon angezündt’! Das wirft seinen Schein,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
ins Bergwerk ein

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut’ sein,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
aus Felsgestein

Aus Felsenstein, hau’n wir das Gold,
doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht,
dem sein wir hold

Ade, nun ade! Lieb’ Schätzelein!
Und da drunten in dem tiefen finst’ren Schacht, bei der Nacht,
da denk’ ich dein

Und kehr ich heim, zum Schätzelein,
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht,
Glück auf, Glück auf!

Eine weitere - vor allem im Ruhrgebiet verbreitete - Strophe lautet:

Die Bergmann’s Leut sein’s kreuzbrave Leut,
denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht
und saufen Schnaps

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